LiFi für Gamer – eine Revolution?

Neben den Bauteilen eines PC’s, wie CPU, Grafikkarte und Mainboard, welche für ein flüssiges Bild sorgen, ist auch die Internetverbindung wichtig. Seit den letzten Jahren verbindet man mit Gaming vor allem Multiplayerspiele. Bei diesen kommt es vor allem auf die Latenz, also die Zeit die vergeht, bis man eine Antwort des Servers erhält, an. Spieler welche eine geringe Latenz oder Ping haben, haben meist einen Vorteil, besonders in direkten „Spieler-gegen-Spieler“-Kämpfen. Deshalb ist es anstrebenswert, den Ping so gering wie möglich zu halten – geht das mit LiFi?

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LiFi für Gamer – eine Revolution?

Im ersten Moment könnte es so scheinen, als ob LiFi eine Revolution für das Online-Gaming sein könnte, doch so einfach ist das nicht. LiFi überträgt bekannterweise nur die Daten zwischen Router und Endgerät, es würde also die Aufgabe von WLAN oder LAN ersetzen. Verringert man dort die Zeit, die die Daten brauchen um von dem Endgerät zum Router zu kommen, hat man schon etwas Zeit gewonnen, was sich positiv auf den Ping auswirkt. Das größte Problem ist allerdings die Distanz zwischen Router und den Spieleservern, denn die Daten müssen oft mehrere tausend Kilometer weit verschickt werden. Genau dort entsteht meist auch der Großteil der Verzögerung. Das bedeutet, dass LiFi zwar schneller als WLAN und LAN ist und damit auch eine gewisse Zeit einstreicht, der Großteil der Verzögerung entsteht aber durch den langen Weg, den die Daten versandt werden müssen. Deswegen wird sich durch LiFi vermutlich für Gamer nicht viel verändern, ausser, dass Spiele nun wesentlich schneller heruntergeladen werden können. Sollte allerdings eine schnellere Technologie für das Verschicken von Daten über größere Distanzen erfunden werden, könnte es mithilfe von LiFi zu einem Spieleerlebnis fast komplett ohne Verzögerung kommen, bis dahin wird LiFi allerdings keine bahnbrechende Erfindung für Computerspieler sein.